Individuelle Briefhüllen und Versandverpackungen sorgen für mehr Aufmerksamkeit

Jeden Tag befördert alleine die deutsche Post statistisch 55.000 Briefe, 2015 waren es insgesamt fast 20 Milliarden Stück (1). Davon waren gut 9 Mrd. Brief-Kommunikation und 9,5 Mrd. Dialog Marketing. Das Medium Brief ist also nach wie vor quicklebendig in der Unternehmenskommunikation.

Wer an einen Brief oder Versandkarton denkt, denkt auch unweigerlich an weiße, braune oder graue Umschläge, sehr oft mit Umweltpapier hergestellt. Langweilig.

Doch das muss nicht sein. Heute sind viele Druckereien in der Lage, Briefhüllen und Versandverpackungen zu individualisieren, bunt und auffällig oder eben im Corporate Design zu produzieren. Man benötigt dafür allerdings Spezialmaschinen, die nicht jede Druckerei in der Halle stehen hat. Standard-Druckmaschinen können Umschläge – vor allem die mit Sichtfenster oder sogar mit zwei Fenster – nur unter größten Schwierigkeiten bedrucken.

Die Individualisierung von Briefhüllen und Versandpackungen ist heute sehr wichtig- vor allem in der Direktmarketing-Branche. Die Nielsen-Studie „Direct Mail oder E-Mail: Was ist der Schlüssel zum Erfolg?“ (2) zeigte eine um 35,8 Prozent höhere Aufmerksamkeit eines bedruckten Briefumschlags gegenüber einem Standard-Briefumschlag. An den Standard-Briefumschlag konnte sich gerade einmal jeder vierte Befragte erinnern.

Sehr viele Empfänger von Werbepost verbinden also das äußere Erscheinungsbild des Briefes und Hochwertigkeit des Materials mit der Bedeutung des Inhalts.

Ähnliches gilt für Produkte für den Warenversand (z.B. Kataloge und Produktproben). Eine Individualisierung der Versandtasche durch Farben und Bilder (z.B. Firmenlogo) erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Brief nicht gelesen wird, enorm.

Die Vielfalt der Individualisierung

Die Individualisierung von Briefhüllen beginnt bei der Form und der Farbe. Nun gibt es bei der Form leider genaue Vorschriften von der Post, so dass runde und dreieckige Umschläge nicht befördert werden. Es gibt zwar das sogenannte Sonderformat "Kreativform" – das sind Sendungen, die weder eine rechteckige noch eine quadratische Kontur haben – dieses Sonderformat bezieht sich aber nur auf den Inhalt des Umschlags, also zum Beispiel Karten in Herzform oder runde Karten. Diese Kreativformen müssen in einem Standard-Umschlag versandt werden. Der Preis richtet sich nach der Umschlaggröße.

Was die Post sehr wohl transportiert, sind Umschläge z.B. in quadratischer Form. Eine Versandtasche C5 hat als Abmessungen 162x229mm. Sie kann aber kürzer sein und z.B. 162x162mm als Format haben. Das ist der Post egal. Auch hier gibt es standardisierte Formate fertig zu kaufen, z.B. 125x123mm oder 300x300mm.

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Viel effektiver wird die Individualisierung aber durch Farben und Bilder. Hierzu zählt natürlich das Firmenlogo auf dem Umschlag. Doch der ganze Umschlag in Firmenfarbe ist noch besser, oder?

Für den Druck werden heute sämtliche Druckverfahren vom Digitaldruck über den Flexodruck bis zum (Bogen)Offsetdruck, je nach Einsatzgebiet und Kundenanforderung, eingesetzt. Bei einfachen Vorgaben mit hohen Auflagen wird heute meistens im preiswerten Flexodruck gedruckt. Der Offsetdruck auf fertige Hüllen ist die beste Wahl, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Und der Digitaldruck direkt vom PC lohnt sich nur bei kleinen Auflagen. Bei hochwertigen oder sehr individuellen Produkten kommt der Bogenoffset mit Stanzung und Nutung zum Einsatz.

Farblich ist bei der Individualisierung eigentlich alles möglich, was die moderne Drucktechnologie hergibt. Selbst eine Beschichtung mit Kunststoffen, Lacken und sogar Edelmetallen wie Gold und Silber für Briefhüllen und Versandtaschen sind heute kein Problem.

Die Vielfalt der Briefhüllen und Versandtaschen

Auch bei der Auswahl der richtigen Briefhülle oder Versandtasche hat der Kunde die echte Qual der Wahl. Standard sind heute die DIN-Lang Fensterbriefumschläge. Doch alleine die verschiedenen Größen, die in der DIN-Norm DIN 476-2:2008-02 festgelegten Papierformate lassen die verschiedensten Größe zu.

Dazu kommen Varianten mit Panorama-Fenster, transparente Briefhüllen, Briefhüllen mit Haftklebung, Selbstklebung oder Nassklebung, mit oder ohne Seidenfutter etc.

Müssen größere oder schwerere Inhalte versendet werden (z.B. Produktkataloge), kommen Papprückwandtaschen oder Kartontaschen aus Vollpappe zum Einsatz.

Produktproben und sogar Gewebeproben, z.B. für DNA-Tests, werden mit sogenannten Musterbeuteln versendet. Sie sind mit 120g/m2 dick genug, um auch scharfkantige Inhalte sicher zu transportieren. Wer besonders reißfestes Material wünscht, kann auf Beutel aus Polyethylen-Vliesstoff (bekannt als Tyvek®) zurückgreifen.

Versandtaschen und Faltentaschen der Marken Securitex® und Tyvek® sind besonders wasserfest, reißfest und blickdicht. Sie sorgen beim Versender und Empfänger nicht nur für ein sicheres Gefühl, dass ihr Produkt auch unversehrt ankommt. Individuell bedruckt erzielen sie zudem einen außergewöhnlichen Werbeeffekt.

Autor: Herbert Tillmann, Tillmann Druck GmbH


Quellen:
Statista http://de.statista.com/statistik/daten/studie/38996/umfrage/anzahl-der-befoerderten-briefe-durch-die-deutsche-post/
Direct Mail oder E-Mail: Was ist der Schlüssel zum Erfolg?, © The Nielsen Company, 2012